Projekt - FaSTTUBe
FaSTTUBe, das Formula Student Team der TU Berlin
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Projekt

FaSTTUBe

FaSTTUBe_Werkeln

FaSTTUBe ist ein Akronym, das sich aus „Formula Student Team der Technischen Universität Berlin“ ableitet. Seit 2005 entwerfen, konstruieren, fertigen und testen wir jedes Jahr einen neuen Rennwagen, um bei Events der Formula Student anzutreten. Stand Januar 2016 sind 25 motivierte Studenten (m/w) aller Fachrichtungen im Team und arbeiten am nunmehr 11. Boliden. Unterstützt werden wir dabei vor allem von unseren Sponsoren und weiteren freiwilligen Helfern (Anwärter, Ehemalige, Supporter).

Formula Student

FSG 2015 endurance

Die „Formula Student“ ist ein Konstruktionswettbewerb der Society of Automotive Engineering, des IMechE (Institution of Mechanical Engineers) und der IEE (Institution of Electrical Engineers). Seit 1981 findet jedes Jahr ein Wettbewerb mit über 100 Teilnehmern in England statt. Ähnliche Veranstaltungen finden ebenfalls jährlich in Australien und in den Vereinigten Staaten von Amerika statt. Seit 2006 gibt es auch ein Event in Deutschland, die Formula Student Germany (FSG) am Hockenheimring. FaSTTUBe gehörte damals zu den Team des Premierenjahrs und war seit dem jedes Jahr dabei.

Seit 2013 treten wir auch international an und haben mit unseren Boliden schon Italien, Österreich (FSA in Spielberg), Ungarn (FSH in Györ), die Tschechische Republik (FSCZ in Most) besucht.

Events

Die Aufgabenstellung lautet, dass Studenten (m/w) einen Rennwagen entsprechend einem strikten Reglement entwerfen, fertigen und mit diesen in verschiedenen Disziplinen in Wettbewerben gegeneinander antreten. Ziel ist, dass die Studenten neben dem üblichen theoretischen Wissen aus der Universität auch umfangreiche praktische Kenntnisse im gesamten Entstehungsprozess eines Produkts sammeln. Die Wettbewerbe (Events), zu denen die Boliden ziel- und zeitgerecht fertig sind, gliedern sich in sogenannte statische und dynamische Disziplinen.

Dynamische Disziplinen

Vor jeglicher dynamischer Disziplin muss der Wagen die technische Abnahme passieren, das Scruteneering. Dabei werden alle sicherheitsrelevanten Teile des Fahrzeugs durch Fachleute begutachtet. Es gilt zu beweisen, dass die Konstruktion dem Regelwerk der FSAE entspricht. So muss die Konstruktion des Wagens es dem Fahrer ermöglicht, innerhalb von fünf Sekunden das Fahrzeug sicher zu verlassen. Weiterhin ist beim Noise-Test – hier darf der Motor zum ersten Mal gestartet werden – eine Lautstärke von maximal 110 dB unbedingt einzuhalten.

Im Brake-Test wird geprüft, ob der Wagen gut und sicher bremst. Aus etwa 30 bis 40 km/h wird dabei eine Vollbremsung absolviert, wobei möglichst alle 4 Räder gleichzeitig blockieren. Ist auch diese Hürde geschafft, gilt es noch die letzte Anforderung, den Tilt-Table-Test, zu meistern. Dabei wird der Wagen auf einer Plattform nacheinander um 60° zu beiden Seiten geneigt. Keines der Räder darf hier den Bodenkontakt verlieren.Jede bestandene Anforderung des Scruteneerings wird in Form eines Aufklebers auf dem Fahrzeug vermerkt. Erst wenn alle Aufkleber vorhanden sind, darf das Fahrzeug zu den vier dynamischen Disziplinen antreten.

Skid-Pad

Die erste davon ist das sogenannte Skid-Pad. Hier müssen die Wagen einen Achterkurs auf Zeit absolvieren. Dieser Test zielt vor allem auf die Konstruktion und Auslegung des Fahrwerks ab, jedoch ist aufgrund des sehr engen Kurses auch fahrerisches Können gefragt.

Acceleration

Weiter geht es mit dem Acceleration-Event. Hierbei geht es um die Beschleunigung des Wagens, ähnlich eines Viertel-Meile Rennens. Neben schierer Motorleistung ist jedoch auch die Traktion und die Schaltung sehr entscheidet für gute Zeiten und damit eine hohe Punktzahl.

Auto-Cross

Hier geht es darum, eine möglichst gute Rundenzeit auf dem abgesteckten Kurs einzufahren. Diese Rundenzeit bestimmt die Startposition für die Königsdisziplin am traditionell letzten Event-Tag.

Endurance

In dieser Disziplin wird eine Strecke von insgesamt rund 22 km gefahren. Dies erfolgt in zwei Stints, die von zwei verschiedenen Fahrern gefahren werden. Der Wechsel erfolgt nach der Hälfte der Renndistanz. Vorgeschrieben ist dabei ein Abstellen des Motors und eine Höchstdauer von drei Minuten. Anschließend muss der Wagen ohne äußere Hilfe wieder anspringen und den Rest der Strecke absolvieren. Erfahrungsgemäß fallen bei diesem Event die meisten Teams aus.

Fuel Efficiency

In die Effizienzbewertung gehen sowohl die Gesamtzeit des Endurance ein, wie auch der Kraftstoffverbrauch des Wagens.

Statische Disziplinen

20150731_12-02-20_0631_kroeger_mediumIn den statischen Disziplinen müssen die Teams beweisen, dass das Konzept des Fahrzeugs einerseits technisch durchdacht und möglichst innovativ ist, andererseits aber auch wirtschaftlich tragbar sein könnte.

Engineering Design

Der Kern des Wettbewerbs ist die regelkonforme und innovative (Neu-)Konstruktion eines Rennwagens. In dieser Disziplin wird der Entwurf anhand des fertigen Fahrzeugs durch eine Jury mit Judges aus der Industrie oder dem Rennsport unter somit sehr realen Bedingungen auf Herz und Nieren geprüft. Neben einer originellen Konzeption ist auch die Begründung und der Entstehungspfad einzelner Lösungen Teil der Bewertung (Berechnungen, Simulationen, fehlgeschlagene Experimente).

Business Plan

Der Wagen muss geeignet sein, in Kleinserie für rund 25.000 $ pro Stück bis zu 1000 Mal pro Jahr produziert zu werden. Der fiktive Business-Plan geht dabei insbesondere auf die Vermarktung dieses Produkts ein und wird anhand eines Handouts und einer Präsentation vor potenziellen Investoren bewertet.

Cost Report

Hier wird ein detaillierter Kostenbericht vorgelegt, der wiederum die Serienfertigung unterstellt und sämtliche Herstellungs- und Materialkosten des solchen Wagens auflistet. Darin enthalten sind auch Make-or-Buy-Analysen, die mögliche Investitionen in notwendige Produktionsanlagen rechtfertigen müssen. Andernfalls muss ein marktgerechter Einkaufspreis ermittelt werden.

Sonderpreise

Jedes Event hat Sponsoren, die besondere Preise vergeben. Dazu sind in der Regel gesonderte Bewerbungen nötig, die von den Teams zusätzlich und oft kurzfristig eingereicht werden müssen. IN den vergangenen Jahren betraf dies Bereich wie Werkstoffe, Antriebskonzept, Design oder Elektronik.